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Das Tagebuch des Abbé Stock

Info, Dokumentation • 27.01.2026 • 23:00 - 23:55 heute
 Inschriften in der Kapelle am Mont-Valérien, Teil der nationalen Gedenkstätte für die Opfer der deutschen Besatzung.
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 Der deutsche katholische Priester Franz Stock war während der deutschen Besatzung Gefängnisseelsorger in Paris. Er begleitete hunderte zum Tode Verurteilte, darunter zahlreiche Widerstandskämpfer, und ermöglichte ihnen den Austausch letzter Nachrichten mit ihren Familien.
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 In der Bibel des Abbé Franz Stock hinterließ Joseph Epstein seine letzten Worte zum Gedenken an seinen Sohn Georges Duffau-Epstein.
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 Gefängnis Fresnes bei Paris, zentraler Haftort während der deutschen Besatzung Frankreichs.
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Originaltitel
Abbé Stock
Produktionsland
D, F
Produktionsdatum
2024
Info, Dokumentation
Der deutsche Priester Franz Stock lebte während des Zweiten Weltkrieg als Kriegspfarrer in Paris. Trotz des Verbots führte er Tagebuch und gab darin auch Auskunft über Prozesse und Hinrichtungen durch die Besatzung der Nazis. Die Dokumentation von Linn Sackarnd und Hermann Pölking gibt spannende Einblicke in die Geschichte Frankreichs zur Zeit des Nationalsozialismus und den Widerstand in Frankreich. Wie konnte Pfarrer Franz Stock als Kriegspfarrer der Wehrmacht und Gegner des Nazi-Regimes überleben? Im Jänner 1942 beginnt der deutsche katholische Priester Franz Stock im besetzten Paris ein "Tagebuch der Erschossenen". Bis August 1944 wird er darin insgesamt 863 Erschießungen notieren und kommentieren, deren Zeuge er geworden ist. Den Hingerichteten hat Franz Stock seelischen Beistand und letztes Geleit gegeben. Die Wehrmacht hatte ihn als Seelsorger derjenigen bestimmt, die die Besatzer in den Pariser Gefängnissen inhaftiert und dem Tode geweiht haben: Widerstandskämpfer, Geiseln, Spione. Für einige Wenige wird Franz Stock zum Lebensretter. Den zum Tode Verurteilten gibt er das zurück, was ihnen als Erstes genommen wurde: ihre Würde. Franz Stocks "Tagebuch der Erschossenen" aus Paris steht in einer Reihe mit den Aufzeichnungen von Anne Frank aus Amsterdam und Adam Czerniaków aus dem Warschauer Ghetto. Es ist eine dokumentarische Anklage der Barbarei der Nazis und zugleich ein historisches Zeugnis mit überzeitlicher Bedeutung, das an die Kriege und Besatzerherrschaften von Heute denken lässt. "Abbé" Stock, ein katholischer deutscher Priester im besetzten Paris, wurde durch sein Wirken und seine Menschlichkeit in Frankreich nach dem Krieg als Held verehrt. Er war ein Wegbereiter der Versöhnung zwischen Deutschen und Franzosen. Der Vorplatz, der zum Mémorial de la France combattante auf dem Mont-Valérien führt, ist nach ihm benannt.